Tee aus Afrika

Wer gerne Tee in einem Tee Shop kauft, wird feststellen: Die meisten Teesorten stammen zweifelsfrei aus Asien. Hier ist auch der Ursprung des Tees beheimatet – Tee wurde bereits vor Jahrtausenden in China entdeckt.

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Doch neben Asien ist auch in Afrika die Teeproduktion besonders in den letzten Jahren deutlich angestiegen und ist mittlerweile der zweitgrößte Teelieferant nach den Asiaten. Jährlich werden allein ca. 240.000 Tonnen schwarzer Tee angebaut, Afrika zählt 40 große Teeplantagen.

Der Anbau des Tees in Afrika begann erst relativ spät, etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Während in der ersten Zeit hauptsächlich Teepflanzen aus dem indischen Ceylon importiert wurden, wurden später eigene Teepflanzen gezüchtet und angebaut.

Das wichtigste Anbauland aller afrikanischen Teesorten ist Kenia. Besonders in der Region um die Hauptstadt Nairobi befinden sich zahlreiche Anbaugebiete. Der dortige Tee stammt überwiegend aus Privatanbau von Kleinbauern. Kenianischer Tee erfreut sich auch in Europa immer größerer Beliebtheit, sein Geschmack ist zitronig-frisch und sein Aroma hochwertig.

Andere Teesorten aus Malawi, Mosambik oder Tansania sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt und nur in gut sortierten Fachgeschäften erhältlich. Größer ist der Konsum an afrikanischem Tee in England, USA, Kanada, Irland und den Niederlanden. In Deutschland bekannter sind die Teesorten Rotbuschtee und Honigbuschtee aus Südafrika. Diese Tees zeichnen sich durch ein besonders würziges, vollmundiges Aroma und ihre anregende Farbigkeit aus. Der Tee wird aus dem Rotbusch bzw. Honigbusch gewonnen, der ausschließlich in Afrika beheimatet ist. Mittlerweile sind auf dem europäischen Markt Rotbuschtees in vielen Varianten erhältlich.

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Auch der wohltuende und gut verträgliche Ingwertee wird sowohl in Asien als auch in Afrika produziert.
 Blatt-Tees sind in Afrika eher selten zu finden. Die Produktion beschränkt sich hauptsächlich auf CTC-Tees, welches sich dadurch auszeichnen, dass sie keine vollen Teeblätter mehr enthalten, sondern feine Stücke derselben. Dieses Verfahren wird überwiegend für Teebeuteltee angewandt, bedeutet jedoch keinen Verlust von Qualität und Aroma.

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