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Prof. Dr.-Ing. Lothar Petry

Lothar Petry

Hochschule Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik & Informationstechnik

Für Fragen zu erneuerbaren Energien ist Lothar Petry der Experte schlechthin. Ihm ist nämlich schon während seines Studiums der Elektrotechnik klar geworden, dass Atomenergie keine Dauerlösung für die Zukunft sein wird. Deswegen hatte er sich schon früh auf regenerative Energien spezialisiert. Nach seinem Abschluss arbeitete Petry als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Energieversorgung der Uni Siegen und promovierte auf dem Gebiet der Energieübertragung. Nach einem fünfjährigen Zwischenstopp bei der AEG ist Petry nun Professor für Elektrische Anlagen, regenerative Energien und Elektrizitätswirtschaft an der Hochschule Darmstadt (HDA).

Neben seiner Professorenstelle tüftelt Lothar Petry in Kooperation mit der Industrie an zukünftigen Energieversorgungskonzepten. Für den Standort Afrika hat er beispielsweise den Anschluss von Photovoltaikanlagen bewertet und eine große Energiestudie für das Biosphärenreservat Rhön erstellt. Außerdem ist der 58-Jährige Mitbegründer der NATURpur Energie AG und der dazugehörigen Vortragsreihe „Energie für die Zukunft“ , bei der an jeweils fünf Abenden im Jahr Experten an der HDA über aktuelle Energiethemen diskutieren. In diesem Jahr beginnt die Reihe am 18. Oktober mit dem Thema Reaktorsicherheit.

Mit der heutigen Energiewende werden regenerative Energien und alternative Versorgungskonzepte immer weiter in den Vordergrund rücken, sagt Petry. Deswegen rät er auch den Teilnehmern des NATURpur-Awards und deren Lehrern sich verstärkt mit den Themen auseinander zu setzen und sie auch in ihre Wettbewerbskonzepte miteinzubeziehen. „Ich würde es begrüßen, wenn mehr Arbeiten zum Thema Elektromobilität eingereicht werden“, sagt das Jury-Mitglied. Dieses Gebiet hätten bisher nur wenige Schüler bearbeitet. Es freut ihn jedoch, dass sich jedes Jahr viele Schulen am Wettbewerb beteiligen – egal ob mit Experimenten, Computersimulationen oder schriftlichen Arbeiten. „Es ist gut, dass sich junge Menschen mit erneuerbaren Energien beschäftigen und einige von ihnen auf diesem Weg zu einem naturwissenschaftlichen Studium finden.