Intelligente Straßenbeleuchtung
Das Projekt “Intelligente Straßenbeleuchtung” setzt sich mit der Fragestellung auseinander, wie sich ein energie- und kostensparendes Straßenbeleuchtungssystem konzipieren lässt, ohne die Beleuchtungssituation zu verschlechtern. Hierzu haben wir zunächst
● die bei der Straßenbeleuchtung momentan verwendeten Lampenarten mit der Light Emitting Diode (LED) verglichen.
Der Vergleich zwischen den Quecksilberdampf-, den Halogen-Metalldampf-, Kompaktleuchtstoff-, Natriumdampf-Hochdruck- und den LED Lampen führt zu der Favorisierung letzterer.
Die LED-Lampen weisen eine lange Lebensdauer von 50 000 bis zu 100 000 Stunden, eine kleine Baugröße, eine einfache Dimmbarkeit und eine hohe Lichtausbeute auf. Um Energie zu sparen, wollen wir zusätzlich die LED-Straßenlampen auf eine Grundbeleuchtung dimmen, wenn niemand sie benötigt.
● Eine Schaltung erkennt durch Bewegungsmelder, ob sich eine Person auf der Straße befindet
und schaltet dann die Straßenbeleuchtung für den entsprechenden Abschnitt auf volle Helligkeit ein. Befindet sich zwei Minuten lang keine Person im Bereich des Bewegungsmelders, so dimmt die Schaltung die Straßenbeleuchtung wieder auf die Grundbeleuchtung herunter.
• Ein Helligkeitssensor misst die natürliche Helligkeit der Umgebung.
Ist diese hell genug, beispielsweise aufgrund von Vollmond, werden die Straßenlaternen ausschließlich mit der Grundbeleuchtung betrieben.
Eine solche Regelung kann sich natürlich nur durchsetzen, wenn sie auch die Akzeptanz der Bevölkerung hat. Daher haben wir eine
● Bürgerbefragung zu der Straßenbeleuchtung durchgeführt.
Diese zeigt, dass die Bürger eine energie- und kostensparende Straßenbeleuchtung befürworten, jedoch einen Verlust der Lichtqualität und -quantität ablehnen. Die zuvor beschriebene Straßenbeleuchtungsschaltung wird diesen Ansprüche gerecht, da sie sicherstellt, dass die Straße beleuchtet wird sobald sich eine Person auf der Straße befindet. Die Befragung ergibt zudem, dass die Straße hauptsächlich in den Zeiträumen von 6 bis 8 Uhr beziehungsweise von 18 bis 22 Uhr unter der Woche, und am Wochenende von 8 bis 10 Uhr und durchgängig abends bis 24 Uhr benutzt wird.
• Messungen zur Straßenbenutzung bei Nacht
haben ergeben, dass sich durchschnittlich drei Personen pro Nacht auf einer Anliegerstraße befinden. Dies zeigt, dass sich nur wenige Personen nachts auf der Straße aufhalten und der Einsatz der entwickelten Schaltung besonders in den Zeiträumen zwischen 21:00 und 6:00 Uhr effizient wäre.
Um die Wirtschaftlichkeit der intelligenten Straßenbeleuchtung zu überprüfen haben wir
• Hochrechnungen zu dem Einsparpotential gemacht.
Diese zeigen, dass unter idealen Voraussetzungen jährlich 34,80 € und 122 Kg CO₂ pro Laterne eingespart werden können.
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